Mit Inkrafttreten des Bundesmeldegesetzes ab dem 01. November, muss der Vermieter den Ein- und Auszug seiner Mieter innerhalb von zwei Wochen schriftlich bestätigen.

Zum Schutz vor Scheinanmeldungen, die für die Polizei und das Schulwesen in der Vergangenheit zu undurchsichtigen Meldeverhältnissen geführt haben, tritt nun im November das neue Meldegesetz in Kraft.

Es besagt, dass alle Vermieter dazu verpflichtet sind, den Umzug ihres Mieters schriftlich zu bestätigen oder auch selbst durchzuführen, sobald ein Aus- oder Einzug stattgefunden hat. Die Frist für diese Ummeldung beträgt 14 Tage.

Bisher war es üblich, dass sich Mieter selbst binnen 14 Tagen an ihrem neuen Wohnsitz ummelden. Ab November 2015 benötigen sie dafür nun eine Bestätigung des Vermieters. Es droht ein Bußgeld von bis zu 1.000,- Euro, wenn Diese durch den Vermieter nicht rechtzeitig ausgestellt wird. Eine vom Vermieter bewusst falsch ausgefüllte oder unterlassene Meldebescheinigung kann sogar ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Wo zuvor nur eine Meldung bei Einzug nötig war, muss der Vermieter nun auch einen Auszug aus seiner Immobilie innerhalb von 14 Tagen melden.

Nur mit der Bescheinigung kann ein neuer Mieter seinen Ein- und Auszug nachweisen und sich beim Einwohnermeldeamt ummelden.

Was muss eine solche Meldebestätigung enthalten?

Die Bescheinigung kann vom Vermieter schriftlich ausgefüllt werden, aber auch eine elektronische Meldebestätigung ist möglich. Diese Daten muss sie enthalten:

  • Name und Anschrift des Vermieters
  • Angaben über Ein- oder Auszug mit Datum
  • Adresse der vermieteten Wohnung
  • Personalien aller neuen oder ehemaligen Mieter

Hier können Sie eine solche Meldebestätigung herunterladen.

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